Diese Freundschaft bewegt etwas! Bürgermeister von Spandau und Faßberg unterzeichnen Freundschaftserklärung

Gemeinsame Presseinformation vom 14. Juni 2019 der Bürgermeister Helmut Kleebank von Spandau und Frank Bröhl von Faßberg

24.06.2019

Faßberg/ Spandau, 14. Juni. Die Bürgermeister von Faßberg und Spandau, Frank Bröhl (CDU) und Helmut Kleebank (SPD), unterzeichneten heute im Faßberger Rathaus in Anwesenheit von Ratsmitgliedern, Bezirksverordneten sowie Gäste aus den Vereinen eine Freundschaftserklärung.

Sie bezeugen darin ihren festen Willen, die Zusammenarbeit auch weiterhin lebendig und nachhaltig zu gestalten. Frank Bröhl begrüßte seinen Amtskollegen an der Spitze einer 24-köpfigen Delegation aus dem Bezirk Spandau von Berlin herzlich: „Es ist für mich eine große Ehre und Freude! Seit 2014 spielen die neuen Beziehungen zwischen Faßberg und Spandau eine besondere Rolle. Begründet sind sie in der beispiellosen Hilfsaktion der Luftbrücke Berlin in den Jahren 1948/1949. Da waren wir ‘alte‘ Partner mit jeder Menge Kohle für Berlin. 539.112 Tonnen Kohle wurden von Faßberg nach Gatow geflogen. Vor fünf Jahren haben wir einander wiederentdeckt und uns vorgenommen, den ‘Spirit oft the Airlift‘ für unsere Bevölkerung wachzuhalten und die Aktualität des 70. Luftbrückenjubiläums vor dem Hintergrund der Luftbrücken der Gegenwart im Sinne von Völkerverständigung, humanitärer Hilfe und Solidarität deutlicher ins Bewusstsein unserer Gesellschaft, insbesondere der jungen Generation, zu heben. Das ist uns in hervorragender Weise gelungen. Diese Freundschaft hat bereits wirklich etwas bewegt.”

Helmut Kleebank, der am 27. August 2014 mit einer Delegation und der Berliner Ausstellung „Friends always” zum ersten Mal in Faßberg war und sich damals mit einem Stück Kohle, in das der Berliner Bär eingraviert war, im Namen Berlins bedankte, zog Bilanz: „Zwischen uns passiert mehr als in mancher Städtepartnerschaft, weil wir über das normale kommunalpolitische Geschäft hinausdenken. Ich freue mich über so viel Ideenreichtum in der Bürgerschaft und in beiden Rathäusern. Unsere ‘Winterschnuckenwetten‘ sind nur ein Beispiel. 2015 kamen die Heidschnucken Hermann und Heidi als Geschenk zu uns auf den Spandauer Hahneberg. 2016 bewarben wir Bürgermeister ‘auf dem Bock‘ in der Motorradstadt Spandau Motorrad-Touren in die Lüneburger Heide. Seit 2015 ist die Heide-Region Aussteller auf der Berliner Reisemesse und seit 2017 beim jährlichen Flugplatzfest in Gatow dabei. 2018 tagte das Kuratorium „Faßberg: Militärluftfahrt, Weltraum und Heide” im Rathaus Spandau und präsentierte die Faßberger Luftbrückenausstellung. Im Herbst 2018 fuhren 34 Biker vom BMW Motor-radclub Berlin Spandau e. V. gemeinsam mit den Motorradfreunden Faßberg 300 Heide-Kilometer on- und offroad. 2018 initiierten wir die Partnerschaften zwischen dem Hans-Carossa-Gymnasium Spandau und dem Christian-Gymnasium Hermannsburg, gemeinsam mit den Grundschulen aus Faßberg und Müden (Örtze) Pfeiler neuer Brücken der Freundschaft. Schulleiter, Schülerinnen und Schüler trafen sich. Wir Bürgermeister gaben Geschichtsunterricht. Mit Unterstützung der Bundeswehr entstanden herausragende Zeitzeugen-Videoproduktionen beider Gymnasien, am ehemaligen Startplatz der Kohleflieger und am ehemaligen Landeort. Ein großartiges Schulprojekt.”

Über den Brückenschlag in die Hauptstadt freut sich auch Frank Bielfeldt (SPD), Vorsitzender der Mehrheits-Gruppe von SPD, WGF und B90/ Die Grünen im Faßberger Gemeinderat: „Trotz Fallhöhe in der Bevölkerungszahl gibt es besondere luftfahrtgeschichtliche gemeinsame Interessen, ein Wer-tebekenntnis also, und durchaus auch ähnliche kommunale Herausforderungen. Sie zu erkennen, sich auszutauschen und konkrete Projekte zu vereinbaren, das ist unser Ziel, damit unser Weg ein erfolg-reicher bleibt – für Spandau und für unser Faßberg, auch ohne die sonst bei Städtepartnerschaften üblichen formalen Verpflichtungen.”

Volker Nickel (CDU), Vorsitzender der CDU-FDP-Gruppe im Gemeinderat Faßberg, sieht mehrere Benefits: „Keine Kommune im Landkreis Celle verfügt über besondere Beziehungen zu einer Stadt von der Größe des Bezirks Spandau von Berlin mit seinen 223.724 Einwohnern. Die Freundschaft wertet Faßberg auf und bedeutet Chancen für die gesamte Region. Die positive Aufmerksamkeit in Spandau und Berlin macht Faßberg bekannter, weltoffener und touristisch interessanter. Sie kann für Faßberg auch nächste Türen öffnen in dem traditionell industriell geprägten und wirtschaftlich attraktiven Stadtbezirk von Berlin mit vielen herausragenden Unternehmen, darunter bekannten Weltkonzernen.”

Die Spandauer Bezirksverordnetenvorsteherin Frau Gaby Schiller (SPD) schlug den Bogen zu einer wiederum sehr ideenreichen Aktion in den Beziehungen beider Kommunen: „Neben Kohle kamen auch Zucker, Konserven, Fett, Mehl, Schokolade, Eipulver, Trockenmilch und Trockenkartoffeln nach Berlin, das über genug Wasser zur Verflüssigung verfügte. Wenn wir morgen zum Tag der Bundeswehr auf dem Fliegerhorst Faßberg mit den Bürgermeistern Frank Bröhl und Helmut Kleebank, den Landwirten Frank und Heike Tewes, mit den Piloten Tim Tarris und Dave Brothers sowie weiteren Luftbrückenfreunden gemeinsam drei Tonnen guter Heidekartoffeln laden, so wollen wir an die Leistungen von damals erinnern und benachteiligten Menschen heute in Berlin Gutes tun. Am 20. Juni 2019 werden wir die Kartoffeln aus Faßberg zu den Ausgabestellen der Berliner Tafel in Spandau, am Falkenhagener Feld, in der Wilhelmstadt und in Staaken, bringen. Ich bin dabei!”


Foto 1: Unterzeichnung der Freudschafterklärung durch beide Bürgermeister
Foto 2: Gruppenfoto mit der Spandau-Delegation und Faßberger Ratsmitgliedern


Pressekontakte:
- Jana Heins, Büro des Bürgermeisters von Faßberg, Tel.: 05055 – 597 25, E-Mail: Jana.Heins@fassberg.de
- N. Haverland-Hirsch, Büro des Bezirksbürgermeisters von Spandau, Tel.: Tel.: 030 – 90279 2301,
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